Eine Motorrad Gegensprechanlage mit Kamera vereint in einem
einzigen Gerät, was die meisten Fahrer sonst zweimal montieren: ein
Bluetooth-Kommunikationssystem für Gruppe und Sozius, und eine Dashcam, die die
Strecke durchgehend aufzeichnet. Ein Gerät an der Helmschale, ein Akku, eine
Bedienung, die sich mit Handschuhen führen lässt.
Das ist die Spezialität von FreedConn und zugleich der Punkt, an dem sich die
Marke von den Marktführern unterscheidet: Deren Oberklasse-Headsets beschränken sich
auf die Kommunikation und überlassen Ihnen die separate Actioncam.
Warum Sie Ihre Fahrten aufzeichnen sollten
- Beweismittel nach einem Unfall. Auf dem Motorrad steht oft
Aussage gegen Aussage. Eine Aufnahme mit Zeitstempel beendet die Diskussion, vor der
Versicherung wie vor Gericht.
- Vorfahrtsverletzungen und Schneiden. Die häufigsten Situationen,
und ohne Bild die am schwersten nachweisbaren.
- Erinnerungen an die Tour. Ein Pass, eine Ausfahrt, ein
Clubtreffen: die Kamera läuft bereits, es gibt nichts vorzubereiten.
- Die echte Fahrerperspektive. Am Helm montiert folgt die Kamera
dem Blick, anders als eine Kamera am Motorrad.
Die FreedConn Modelle mit Kamera im Vergleich
Alle drei Modelle gibt es auch als
Doppelset, mit zwei
bereits gekoppelten Geräten für Fahrer und Sozius.
Die richtige Wahl treffen
1080p oder 2K, was zählt wirklich
1080p reicht völlig aus, um ein Fahrzeug in der Nähe zu identifizieren und einen
Unfallhergang zu rekonstruieren. 2K lohnt sich, wenn Sie ein Kennzeichen aus der
Distanz lesen oder Ihre Aufnahmen veröffentlichen wollen, ohne dass die Kompression
sie ruiniert. Geht es Ihnen vor allem um Sicherheit, genügt die R1 Plus. Filmen Sie
zum Teilen, nehmen Sie ein 2K-Modell.
Der Blickwinkel
120° erfassen die Fahrbahn und die Fahrzeuge um Sie herum. 140° erweitern das Bild
zur Seite und erfassen damit auch ausscherende Fahrzeuge oder Ausfahrten von rechts,
also genau die häufigsten Unfallkonstellationen im Stadtverkehr.
Speicher und Endlosaufnahme
Alle Modelle zeichnen in Schleife auf: Ist die Karte voll, werden die ältesten
Segmente überschrieben. Im Alltag müssen Sie nichts verwalten. Planen Sie eine
microSD-Karte der Klasse 10 ein, bis 64 GB bei der R1 Plus und bis 256 GB bei der
R1 Pro.
Aufnahmen übertragen
Über das integrierte WLAN sehen und übertragen Sie die Videos direkt per App auf
das Smartphone, ohne die Speicherkarte zu entnehmen und ohne mobiles Datenvolumen zu
verbrauchen.
Montage am Helm
Diese Systeme passen an Integral-, Klapp- und Jethelme. Jedes Set enthält zwei
Befestigungen, eine Klemmhalterung und ein 3M-Klebepad, sowie zwei Mikrofontypen: ein
Bügelmikrofon für Klapp- und Jethelme, ein flaches Kabelmikrofon für Integralhelme.
Rechnen Sie beim ersten Einbau mit etwa fünfzehn Minuten.
Häufige Fragen
Ersetzt eine Gegensprechanlage mit Kamera eine GoPro?
Für die tägliche Aufzeichnung und als Beweismittel nach einem Unfall: ja. Sie startet mit der Fahrt, zeichnet ohne Eingriff in Schleife auf und braucht keine zusätzliche Halterung. Eine Actioncam bleibt überlegen bei aufwendiger Videoproduktion, starker Stabilisierung und Zeitlupen, kommuniziert aber nicht und bedeutet ein zweites Gerät am Helm.
Sind Dashcam-Aufnahmen in Deutschland verwertbar?
Der Bundesgerichtshof hat 2018 entschieden, dass Dashcam-Aufnahmen im Unfallhaftpflichtprozess als Beweismittel verwertbar sein können, auch wenn die Aufzeichnung datenschutzrechtlich problematisch sein kann. Anlassbezogene Kurzaufzeichnung im Ringspeicher ist die unkritischste Variante. Für eine Veröffentlichung gelten andere Regeln: Gesichter und Kennzeichen vorher unkenntlich machen.
Wie lange kann man aufzeichnen?
Durch die Endlosaufnahme praktisch unbegrenzt: Die ältesten Segmente werden automatisch überschrieben. Die eigentliche Grenze ist der Akku, der bei laufender Kamera deutlich schneller leer wird als im reinen Kommunikationsbetrieb. Auf langen Etappen deckt eine USB-Versorgung während der Fahrt den ganzen Tag ab.
Kann man gleichzeitig filmen und sprechen?
Ja, beide Funktionen laufen unabhängig voneinander. Sie können mit der Gruppe sprechen, der Navigation folgen und dabei aufzeichnen. Bei der R3 Pro lässt sich über ein Mikrofon mit Doppelfunktion zwischen Ihrer Stimme und dem Umgebungsgeräusch wählen.
Welche Speicherkarte wird benötigt?
Mindestens eine microSD-Karte der Klasse 10. Bis 64 GB bei der R1 Plus, bis 256 GB bei der R1 Pro. Eine zu langsame Karte führt zu Aufnahmeabbrüchen, das ist bei Problemen der erste Prüfpunkt.
Funktioniert das System bei Regen?
Ja. Die Modelle dieser Reihe sind nach IP65 zertifiziert, das deckt Regen und Spritzwasser während der Fahrt ab. Es handelt sich nicht um Tauchfestigkeit: Gerät nicht eintauchen und den Helm trocken lagern.